Über uns

Wir sind die Gartenfreunde Heslach – ein Kleingartenverein mitten in Stuttgart. Unsere rund 200 aktiven und passiven Mitglieder kommen aus allen Generationen, unterschiedlichen Ländern und Lebenssituationen. Uns verbindet die Freude am Gärtnern und das Miteinander in einer lebendigen Gemeinschaft.

Was zeichnet uns aus?

  • Natur erleben mitten in der Stadt
  • Nachhaltiges Gärtnern nach den Regeln des Bundeskleingartengesetzes
  • Gemeinschaft pflegen: vom Sommerfest bis zu gemeinsamen Arbeitseinsätzen
  • Unterstützung für neue Pächter*innen durch erfahrene Mitglieder

Unsere Geschichte

Die Anfänge nach dem Krieg

Die Wurzeln unseres Vereins reichen zurück in die Jahre 1944/45. Im letzten Kriegsjahr und kurz danach machten Heslacher Bürger und Bügerinnen mehrere Flächen urbar – darunter Grundstücke an der Schickhardtstraße, am Marienplatz, in der Heidenklinge, am Bauknecht, im Hahnwald und an der Eierstraße. Kurz darauf kamen weitere Gärten am Hohlweg und am Lerchenrain hinzu. Insgesamt standen damals 268 Parzellen mit einer Fläche von 4,88 Hektar zur Verfügung, um vor allem Obst und Gemüse für den eigenen Bedarf anzubauen.

Zwischen 1946 und 1947 schlossen sich die ersten Kleingärtner*innen zusammen. Mit einer Satzung, die Zweck und Aufgaben klar definierte, war der Weg zur Vereinsgründung geebnet. 1946 gilt deshalb offiziell als Gründungsjahr unseres Vereins. 

Vom Zusammenschluss zum eingetragenen Verein

Durch Bebauungspläne entstanden vier Kleingartenanlagen: Lerchenrain, Heidenklinge, Hohlweg und Hahnwald. Auch der „Hilleracker“, benannt nach dem Landwirt Hiller, an der Karl-Kloß-Straße kam später dazu – ein Acker, den Bürger in harter Arbeit nach dem Krieg erschlossen hatten.

Am 20. April 1956 erfolgte die erste Eintragung beim Registergericht Stuttgart unter dem Namen „Ortsverein Stuttgart-Heslach e.V.“ in der „Bezirksgruppe der Gartenfreunde Stuttgart e.V.“ Damit waren die Kleingärten offiziell in den Flächennutzungsplan der Stadt eingebunden und als „Dauerkleingartenanlagen“ gesichert.

Aufbruch zur Bundesgartenschau

Ein Meilenstein war die „Neugestaltung der Anlage Lerchenrain“ für die Bundesgartenschau 1961. 71 Parzellen wurden neu geplant, Gartenlauben genehmigt und in unzähligen Stunden Gemeinschaftsarbeit errichtet. Auch ein erstes Gemeinschaftshaus entstand zu dieser Zeit – Symbol für das wachsende Vereinsleben.

Wandel und Herausforderungen in den 1970er/80er Jahren

1973 erhielt der Verein seinen heutigen Namen:  „Gartenfreunde Stuttgart-Heslach e.V.“ Ende der 70er Jahre brachte der geplante Heslacher Tunnel große Veränderungen. Teile der Anlage Lerchenrain mussten weichen. 1985 begann der Abbruch von 50 Parzellen und dem Gemeinschaftshaus.

Doch die Gartenfreunde gaben nicht auf: Schon im Dezember 1985 begann der Bau eines neuen Vereinsheims. 3.300 freiwillige Arbeitsstunden machten es möglich, das Gebäude im Oktober 1986 feierlich einzuweihen – pünktlich zum 40-jährigen Jubiläum.

1987 wurde das Vereinsheim erstmals verpachtet und dient seither als öffentliche Gaststätte. Parallel entstand die neue Anlage Lerchenrain mit 62 Parzellen, Wasserleitungen und Wegen – ebenfalls größtenteils in Eigenarbeit.

Heute: Gemeinschaft und Erholung

Heute blicken die Gartenfreunde Stuttgart-Heslach auf fast 80 Jahre Vereinsgeschichte zurück. Was in der Nachkriegszeit der Versorgung mit Obst und Gemüse diente, ist heute ein Ort der Begegnung, des Austauschs und der Erholung.

Trotzdem bleibt unser Leitgedanke derselbe: die kleingärtnerische Nutzung steht im Mittelpunkt – verbunden mit dem Wunsch, Natur mitten in der Stadt zu pflegen und generationsübergreifend erlebbar zu machen.

„Dem Fröhlichen ist jedes Unkraut eine Blume, dem Betrübten jede Blume ein Unkraut.“

Finnisches Sprichwort